Budget Workbench

Setz ein Marketing-Budget, das du verteidigen kannst: vier bewährte Methoden, voll durchgerechnet.

Marketing-Budget berechnen: so kommst du zu einer Zahl, die du verteidigen kannst

Die meisten kleinen Unternehmen setzen ihr Marketing-Budget nach Bauchgefühl: was letztes Jahr übrig blieb, was der Wettbewerber angeblich ausgibt, was sich gerade leisten lässt. Das Problem daran ist weniger die Höhe der Zahl als ihre Begründung. Eine Zahl ohne Methode lässt sich nicht verteidigen, weder vor der Geschäftsleitung noch vor dir selbst, wenn das Jahr hart wird und das Marketing als Erstes auf dem Prüfstand steht.

Die Budget Workbench rechnet dir vier bewährte Budgetierungsmethoden vor, vom Fünf-Minuten-Klassiker bis zum Goldstandard. Jede zeigt ihren kompletten Rechenweg.

Wie viel Marketing-Budget ist normal für ein KMU?

Die belastbarste Faustregel stammt aus der Auswertung grosser Wirkungsstudien: 5 bis 10 Prozent des Umsatzes liefern über Branchen hinweg den besten Return on Investment. Ein Unternehmen mit 500'000 Franken Umsatz landet damit bei 25'000 bis 50'000 Franken pro Jahr, alles inklusive: Anzeigen, Website, Messen, Sponsoring.

Wichtiger als die exakte Höhe ist die Aufteilung: Die Forschung von Binet & Field zeigt, dass rund 60 Prozent in langfristigen Markenaufbau fliessen sollten und rund 40 Prozent in kurzfristige Verkaufsaktivierung.

Welche Budgetierungsmethode passt zu dir?

  • Werbe-Umsatz-Verhältnis: du brauchst in fünf Minuten eine grobe Zahl.
  • Competitive Parity & ESOV: du kennst ungefähr die Werbeausgaben deines Marktes und willst wissen, ob dein Budget zu deinen Ambitionen passt.
  • Objective & Task: du hast Funnel-Daten und willst jeden Franken mit einem erwarteten Ertrag begründen.
  • Triple-Cooked: du hast weder Wettbewerbsdaten noch Funnel. Der beste Startpunkt für die meisten KMU und Freelancer.

Häufige Fragen

Wie viel Prozent vom Umsatz sollte ich für Marketing ausgeben?

Zwischen 5 und 10 Prozent des Jahresumsatzes, wenn du wachsen willst. Deutlich weniger heisst meist: unsichtbar bleiben. Junge Unternehmen ohne Bekanntheit liegen oft noch darüber.

Zählt meine eigene Arbeitszeit zum Marketing-Budget?

Für die Budgetierung rechnest du mit externen Ausgaben: Anzeigen, Tools, Agenturen, Produktion. Deine Arbeitszeit ist ein zweites, eigenes Budget, das du separat planen solltest.