Flesch-Index-Rechner

Füg deinen Text ein und sieh sofort, wie leicht er sich liest. Mit den Stellschrauben, die den Wert wirklich bewegen.

Flesch-Index berechnen: so leicht liest sich dein Text

Der Flesch-Index misst mit einer einfachen Formel, wie leicht ein Text zu lesen ist: je kürzer die Sätze und je kürzer die Wörter, desto höher der Wert. 100 heisst kinderleicht, 0 heisst Juristendeutsch. Füg oben deinen Text ein, und der Rechner zeigt dir den Wert live beim Schreiben, dazu die zwei Stellschrauben, an denen du wirklich drehen kannst: die durchschnittliche Satzlänge und die Silben pro Wort.

Für deutsche Texte rechnet das Tool mit der Amstad-Formel, der deutschen Anpassung des Flesch-Index. Deutsche Wörter tragen mehr Silben als englische; mit der Originalformel würde jeder deutsche Text als schwer gelten. Englische Texte laufen durch die Originalformel von Rudolf Flesch. Deshalb zuerst die Sprache wählen, dann einfügen.

Was ist ein guter Flesch-Wert?

Für Texte, die gelesen werden sollen statt nur abgelegt, peile 60 oder mehr an. Das entspricht guter Zeitungssprache: kurze Hauptsätze, geläufige Wörter. Werbetexte und Newsletter dürfen gerne über 70 liegen. Unter 40 wird es anstrengend, unter 30 lesen nur noch Leute, die dafür bezahlt werden.

Als Faustregeln für den Weg dorthin: im Schnitt unter 15 Wörter pro Satz, kein Satz über 25 Wörter, und für jedes lange Wort die Frage, ob es ein kürzeres auch tut. Der Rechner markiert deinen Text wie ein Lektorat: Sätze über 20 Wörter bekommen den Leuchtmarker, Sätze über 25 zusätzlich den roten Stift, lange Wörter eine gepunktete Linie. Du siehst auf einen Blick, wo du kürzen kannst, denn dort holst du am schnellsten Punkte.

Der Prompt zum Vereinfachen

Der Index diagnostiziert, aber er schreibt nicht um. Dafür liegt unter dem Tool ein fertiger Prompt, den du samt Text in ein KI-Tool deiner Wahl kopieren kannst. Er hält die Fakten fest und verpflichtet das Modell auf die vier Prinzipien, die William Zinsser in "On Writing Well" jedem Schreibenden mitgegeben hat: so einfach wie möglich, so klar wie möglich, so kurz wie möglich, so menschlich wie möglich. Das Ergebnis liest du gegen, jagst es nochmals durch den Rechner und siehst schwarz auf weiss, was die Überarbeitung gebracht hat.

Häufige Fragen

Misst der Flesch-Index, ob mein Text verständlich ist?

Er misst, ob dein Text leicht zu entziffern ist, nicht ob er Sinn ergibt. Ein Text aus kurzen, wirren Sätzen bekommt einen Spitzenwert. Der Index ist ein Frühwarnsystem gegen Schachtelsätze und Wortungetüme, kein Ersatz fürs Denken. Aber als Frühwarnsystem ist er erstaunlich treffsicher.

Warum bekommt derselbe Text auf Deutsch und Englisch verschiedene Werte?

Weil zwei verschiedene Formeln rechnen. Deutsch wird nach Amstad bewertet (180 minus Satzlänge minus 58.5 mal Silben pro Wort), Englisch nach der Originalformel von Flesch. Die Skala ist dieselbe, aber die Werte zweier Sprachen solltest du nie direkt vergleichen, nur Texte innerhalb derselben Sprache.

Wie genau zählt das Tool Silben?

Geschätzt über Vokalgruppen, wie praktisch alle Lesbarkeits-Tools. Bei einzelnen Wörtern kann die Schätzung danebenliegen; über einen ganzen Text mitteln sich die Fehler weg. Ab etwa 100 Wörtern ist der Wert stabil und aussagekräftig.

Landet mein Text auf einem Server?

Nein. Der Rechner läuft komplett in deinem Browser. Nichts wird hochgeladen, gespeichert oder mitgelesen.